Meinungsmache….tolle Sache

es pfeift von allen Dachern, es aus tönt aus allen Medien : LEUTE, UNSERE UMWELT STIRBT; BALD SIND WIR SELBER DRAN, DENN WIR SIND JA AUCH NATUR. Also ÄNDERT EUER VERHALTEN! Und zwar schleunigst

Wie hurtig dahergesagt, wie schnell begriffen, wie schändlich schwer verwirklicht. Zunächst zeigt jeder auf andere …auf die Nachbarn, die Industrie, die Politik usw aber ICH??? WIESO ICH?

Das haben wir perfekt gelernt: erst komme ich, dann andere oder anderes. Individualismus weicht Egoismus: jeder soll sich nach Kräften entwickeln und austoben, wetteifern und kämpfen. Auf Kosten der Mitmenschen oder der Natur? Aber ja! Das ist dann Kollateralschaden, das muß man leider in Kauf nehmen.

Und wie kam es dazu? Vielleicht so:

Nach den Katastrophen des Zweiten Weltkrieges sind Massenbewegungen, Gleichschaltung des Denkens und Heimatgefühl verdächtig geworden und so entstand der Versuch, durch Stärkung des Individualismus und der Kritikfähigkeit einen widerstandsfähigen Menschen zu erziehen. – so jedenfalls ist meine Sozialisation- Offenbar zu kurz gesprungen, denn ein Einzelwesen steht verletzlich und allein allen Widrigkeiten des Lebens gegenüber, muß sich durchboxen und erschöpft so seine Energie im Tagesgeschäft. Er ist leichter angreifbar, als wäre er in Teams eingebunden. Aus diesem Grunde aber wiederum einfach zu manipulieren durch Werbung, Influencer, Medien. Da schließt sich der Kreis.

Warum also sollte es nicht möglich sein, den Millionen von Individuen einen respektvollen Umgang mit der Natur einzupflanzen, genauso wie uns zb.Modeverhalten ‚vorgeschrieben‘ wird. Das funktioniert doch auch? Warum wird umweltschützendes Verhalten und Wirtschaften immer mit Verzicht und finanziellen Nachteilen verbunden? Jeder Mensch profitiert doch davon, wenn die Flora und Fauna dieser Welt wächst und gedeiht. Wir haben es doch sogar geschafft, fast alle deutschen Flüsse zu reinigen sodaß wir darin wieder baden können. Auch die Unternehmen machen Gewinne mit umweltfreundlichen Produkten usw. Warum also wird uns dieses Thema negativ statt positiv vermittelt?

Da stehe ich nun und wundere mich. Habe ich da etwas falsch oder garnicht begriffen?

So plädiere ich vehement für die massive Investition in die Erforschung und die Realisation von umweltschützenden Maßnahmen in allen Bereichen unseres Lebens, denn Fortschritt ist naturgegeben; stehenbleiben wäre verheerend. Gleichzeitig aber sollte einjeder sein alltägliches Verhaltensmuster überprüfen. Ob da Einsparpotentiale locken…auch für die Sparfüchse?

Parole bitte: Geiz ist geil

Seit vielen Jahren beobachte ich, daß finanziell gut gestellte Menschen viel Zeit und Energie darauf verwenden, die billigsten Quellen zur Befriedung ihrer Kauf-Wünsche herauszufinden und Schnäppchen nachzujagen. Es wurde zum Muss und bei manchen zur Sucht. Der Wettkampf, wer das preisgünstigste der begehrten Artikel erstanden hat sorgte für’s Renommé und man war stolz darauf. Gleiches beim Sparen: man überbot sich gegenseitig mit Tipps und Tricks.

Warum also fürchten sich diese wohlhabenden Bürger denn so, weil die Lebensmittel, Benzin und Energie so teuer werden? Das löst schier eine Panik aus, die nicht mit einmal mit exorbitanten Mengen Klopapier gelöscht werden kann. Die ‚Geiz ist geil Fraktion‘ hat doch jahrelang das Einsparen geübt?

Nun, die Fraktion wurde aus der heiteren Spielecke katapultiert: Jetzt ist es ernst mit dem Verzicht und noch schlimmer: er ist sozusagen erzwungen….und schon der Spaßfaktor kaputt, weg, unheilbar krank! Aber lernen wir nicht durch’s Ausprobieren und Spielen?

Bitte höflichst um Gelassenheit: Übung macht den Meister!

Hier schreiben. Hier schreiben?

warum ich hier schon so lange nichts mehr schreibe. Warum?

Ich möchte nur ausgeklügelte, kluge und sinn-volle Beiträge schreiben. In meinem Kopf sausen aber viele Gedankentrümmer gleichzeitig herum und manchmal jagen diese sich auch. Ich versuche dieses Chaos zu strukturieren und zu bändigen und schwupps: ist der ganze sinnvolle Spaghettiberg weg! Einfach weg!? Was wolltest Du den sagen, Lisa, und wie schön alles Gedachte denn formulieren??.Nun, ich liebe wundervoll stilsicher und vor allem poetisch geschriebene Bücher. Ich kann mich wohlig suhlen in wohlgesetzten Wörten! Das ist allerhöchster Genuß. Ein Beispiel dafür : „Ake“ von Wole Soyinka. Er ist der erste farbige Nobelpreisträger und überhaupt mag ich colored Schrifsteller:innen sehr.

Ja und nun das Dilemma mit den Sätzen. Niemals werde ich so herrlich greifbar und empfindsam meine Gedanken beschreiben können wie wie wie, ja eben wie diese begabten Menschen.

Und neben diesem lächerlichen Anspruch meiner Selbst zieht sich der blutrote Faden, daß ich Unsinniges denken, dann hier schreiben und zu allem Elend auch noch veröffentlichen könnte! Ist das ein typisch weiblicher Gedanke, raunt es in meinem Gehirn…