…wie sage ich’s denn nun?

Das Wünschen ist ja keine einfache Angelegenheit und doch eine Pflichtübung und oft schlicht höflich. Der moderne internetfähige Mensch tippt doch gern in aller Kürze und so wird den guten Wünschen zu Feiertagen einfach das Wort „Frohe“ generell vorangesetzt. Froher Rutsch? Frohes neues Jahr? Frohe Ostern? Frohe Pfingsten? Froher Nikolaus? Frohe Weihnachten? Froher Geburtstag?

wenn es denn so einfach wäre .. … Die Lösung hier heißt so: Guten Rutsch, Gutes neues Jahr, Frohe Ostern, Gesegnete Pfingsten, Grüße zum Nikolaustag, Fröhliche oder gesegnete Weihnachten und Glückwünsche zum Geburtstag. Oder?

Mit freundlichen Grüßen

Ihre

Lisa Adrian

Sturm

Weihnachten ist rum und Sturm treibt die Geschichten, Lichter, Bratendüfte und Scheinheiligkeiten vor sich her wie leere Bierdosen.

Das Jahr poltert seinem Ende zu. Halt sie fest Deine Erinnerungen, die kostbaren und die belehrenden, halt sie ganz fest die 366 Tage, umarme sie ein letztes Mal. Und halte den Atem an, laß ihn leise durch die Zahnlücken zischen bis der Leib schlapp ist wie ein Blasebalg.

Jetzt geh nach draußen. Die Lunge füllt sich herrlich feucht und frisch von ganz allein. Im Hirn funkeln lauter Geistesblitze. Du horchst in Dich hinein und spürst genau: es wird ein herrlich buntes, aufregendes, verlockendes neues Jahr 2021 werden!

Bangemachen gilt nicht!

Corona Pandemie und Manipulation gehören offenbar zusammen:

Da war ein Gast in eine Talkshow eingeladen, der etwa Mitte 40, Familienvater und in einem coronafreien Dorf lebend an Covid19 erkrankte und zwar mit schwerem Verlauf. Wie verhält sich seine Familie während seiner Krankheit? Was meinen Sie, liebe Leserin, lieber Leser?

Natürlich bemüht sich seine Familie sofort darum, daß ein öffentlich rechtlicher Sender minutiös jede Phase des Erkrankungsverlaufs filmisch begleitet, und Wohl und Wehe des Patienten festhält. Alles mit der Idee, diese Bericherstattung nebst dem hoffentlich genesenden und willigen Familienvater in einer Talkshow dem Fenseh- Publikum zu präsentieren. Der Sender wohl mit dem Ziel, drastisch zu zeigen, wie gefährlich das Virus ist und daß nicht nur alte Menschen schwerst erkranken können. Hurra, das ist gelungen!

Es lebe die Dummheit der Fernsehzuschauer*innen, oder, für wie doof hält ein Sender sein Publikum??!!

Sollten die öffentlich rechtlichen Sender nicht besser ihrer aus Steuergeldern finanzierten Aufgabe nachgehen, an die Vernunft der Bürger zu appellieren und für Gelassenheit durch wahrheitsgetreue Aufklärung zu sorgen anstatt Angst und Panik zu schüren? Effekthascherei? Sensationsjournalismus? Wie glaubwürdig sind unsere Medien?

Zerlegte Worte. Hier: Ausflüchte

Aus/flucht……..Au/s/fluch/t

Bienen nehmen Ausflucht aus dem Flugloch

Ausflucht vor der Wahrheit

Winkelzug, Ausrede ( faule, leere), Notlüge, Verlegenheitslüge, Schutzbehauptung, Halbwahrheit, Vorwand…

Finte, Papperlapapp, Zirkus, Mätzchen, Sperenzchen, Rumeiern, Feigheit…

ausweichen, abspeisen, verstellen, verheimlichen, lügen, verschanzen…

Wir leben in einem besonderen Jahr, im Jahr 2020. Welch schöne Zahl ist die Alliteration der Zahl 20, das Doppel. Auch optisch allerliebst anzuschauen: 2020 zwanzigzwanzig, harmonisch, ausbalanciert, doch offen die beiden Zahlen zwei, fast durchsichtig sind die 2 Nullen, fadenscheinig?

Zerschlissen und dahin siecht die Schönheit dieses Jahres, zerfressen die Wochen und Monate von einem Keim, der Sorgen, Pessimismus, Panik, Angst, Zwietracht, Zerwürfnis, Verarmung, Vereinsamung, Ruin und sogar den Tod bringt.

CORONA heißt KRONE.

Ein Virus setzt uns die Krone auf, beherrscht uns Menschen. und unser Verhalten, Denken, Empfinden. Leben wir in einer Monarchie? Nein, da gibt es ja nur einen König! Wir werden alle zu potentiellen Königen, von unsichtbarer Hand ausersehen und schwups gekrönt. Doch jede*r versucht dieser Krönung zu entgehen, heute, wo Adel wieder Konjunktur hat???

Im engsten Sinne ist jeder endlich wieder ein König, nämlich aufgefordert, über unser gesellschaftliches- und unser Verbraucherverhalten nachzudenken. Sind zur Vernunft gerufen, also sollten unseren Verstand gebrauchen. Was bedeutet, unser Leben wieder in die Hand zu nehmen, klug zu handeln. Schaffen wir das?

Wenn ich diese angst-und panikgesteuerten älteren, finanziell gut gepolsterten Menschen in meinem Umfeld betrachte, die sich an ihren Familien festklammern anstatt sich mit sich selbst zu beschäftigen und zurückzuziehen, jammern und wehklagen, dann halte ich diese Generation für lebensuntüchtig, folglich dem Virus ausgeliefert. Die Infektionskurve bestätigt dies leider.

Ausflüchte werden bemüht. Nur die anderen sind Infektionstreiber und -natürlich- die Entscheidungsträger haben etwas falsch gemacht…..? Aber ich, ich? Nein, da müßte ich ja denken und noch schlimmer, sogar verzichten!

Ein Generationenwechsel muß her!

Ich bin begeistert wie kreativ und ideenreich junge Künstler und Gewerbetreibende uvm die Krise meistern! Ein reichhaltiges, vielfältiges, kraftvolles Potential, das sich in allen Bereichen entfalten sollte! Wir Alten sollten uns mit Würde und in Freude verabschieden, bevor wir bitter aus den Positionen geschoben werden. Die Zeit ist reif!

Herr Rilke und ich

Weißt Du, ich will mich schleichen

leise aus lautem Kreis,

wenn ich erst die bleichen

Sterne über den Eichen

blühen weiß.

Wege will ich erkiesen,

die selten wer betritt

in blassen Abendwiesen?

und keinen Traum als diesen:

Du gehst mit.

Warm und Kuschelig

als ich vor 10 Tagen die Haustür aufschloss, prankte ein Zettel unübersehbar an der Wand, der über den Ausfall unserer Heizung informierte. Und wirklich waren alle Heizkörper in meiner Wohnung kalt. Ich hebelte den Wasserhahn auf Wärmeposition und ließ das Wasser einige Zeit kräftig laufen: tatsächlich, es blieb kalt! Was nun? In der Zeit meiner Abwesenheit hatte sich ein Dunst von Restwärme erhalten, den ich vorerst genoß, doch bald begann ich leise zu frieren, klaubte Decken zusammen und kochte heißen Tee. So saß ich eingewickelt und von Tee gewärmt mit einem Buch versehen auf dem Sofa, las und vergaß.

2 Stunden mussten etwa vergangen sein, ich fröstelte, mein Magen knurrte und ich dachte mir ein vorzügliches Abendessen aus. Vorher aber hüpfte und steppte ich im Zimmer herum, um meine steifen Glieder zu lockern. So, jetzt kann’s los gehen und nach einer Weile köchelte die Rindfleischsuppe lieblich im Topf. Köstlicher Dampf stieg auf und erfüllte die Luft mit Wärme und Wohlgeruch. Ich löffelte mit großem Behagen bis meine Wangen glühten. Jetzt noch eine zauberhafte JazzCD einfädeln und wieder ab auf’s Sofa. Es wurde ein mollig-gemütlicher Leseabend. Spät erst schob ich mich unter mein kühles Plumeau und schlief entspannt ein.

Tagsdrauf die Ernüchterung, Duschen?? Bibber, Biiiibbber. Hilfe, neeeein! Also fix Wasser gekocht und mit Waschlappen bewaffnet den Körper abreiben. Ich erinnerte mich an die Elternhäuser meiner Eltern, die keine Badewanne oder Dusche besaßen und solcherlei Waschungen zum normalen Aufstehritual gehörten. Auch ich wurde von Muttern so gesäubert, wenn wir bei den Großeltern zu Besuch waren. Natürlich mit kaltem Wasser, denn die Öfen des Bauernhofes mußten erst mit Holz und Kohlen in Marsch gesetzt werden. Iiiihhhh, Gänsehaut, damals wie heute. Ich zog schnell den Bademantel über, schmiss die Kaffeemachine an und bald süffelte ich vorsichtig das heisse Gebräu. Flugs die Skiunterwäsche herausgekramt und Flausch-Hose nebst dickstem Wollpulli drüber. Nun aber lüften, denn jetzt erst bemerkte ich den faden Essensgeruch vom gestrigen Schmaus. Der Wind blies eisige Luft ins Zimmer. Ich dachte daran, wielange es immer dauerte bis die Stuben des Bauerhauses ein wenig Wärme aufnahmen und wie ich zappelte bis Mutter mir endlich einen Becher heißen Kakao reichte. Mein Vater stand im Türrahmen, beobachtete das Geschehen und sagte: Kind, Du mußt mehr essen, Du bist nicht isoliert!

6 Tage vergingen, bis die Heizung repariert war. Die Wohnung kühlte derweil heftig aus. Flüchten war unmöglich, denn in Corona-Zeiten waren Restaurants und Cafés geschlossen, Freunden wollte ich nicht auf den Leib rücken. So rannte ich am Elbufer herum, drückte mich dann von Laden zu Laden; auch in der Bibliothek war es wärmer als Zuhaus. Doch irgendwann quälte der Hunger und es zog mich heim.

Welche Wohltat, als die Heizungsrohre gurgelten, sich die Wärme allmählich ausbreitete und auch Wasser heiß aus dem Hahn lief. So wie immer…..selbstverständlich……..eben.

Waren sie wirklich so gut damals, die alten Zeiten?

Corona Destillat

wie gemischte Brühe im Erlenmeyer-Kolben über eine Destillierschlange getrennt wird, so scheiden sich die Geister, die Paare und die Freunde während der Corona-Pandemie.

Ich beobachte, welche Macht unablässig wiederholte, pessimistische Nachrichten, selbst intelligente Menschen in Angst und Schrecken versetzten kann; einer Gehirnwäsche gleich, dabei sanft und unermüdlich. Die Macht der Worte träufelt Panik in jedermanns und jeder Frau’s Ohr. Denken, Kritik und vernunftgesteuertes Verhalten versagen komplett und eigenartigerweise betrifft dieser Angstwahn in großem Maße gutgestellte Rentner, die keinerlei Einbußen durch die Krise haben, bestens krankenversichert sind und mit ihren Partnern komfortabel im Eigenheim mit Garten leben. Welche Katartophe, nicht mehr zu den Kulturstätten pilgern zu dürfen, die Enkelkinder nicht mehr hüten, nicht mehr reisen und nicht mehr konsumieren zu dürfen! Dafür durchstehen sie ungekannte Szenen ihrer Ehe und entdecken wüste Seiten ihrer jeweiligen Partner. Die Hölle: man kann sich nicht mehr aus dem Wege gehen, muß sich arrangieren da, wo sich feste Strukturen und Hierarchien und Gewohnheiten gebildet haben. Um die Seele auch von dieser Pein zu entlasten beginnen sie in ihrer Unrast, ihre Habseligkeit neu zu ordnen und ihre Häuser zu renovieren und mit Hilfe von Interneteinkäufen auszustatten. Das hilft eine Weile. Aber was, wenn auch die letzte Ecke durchstöbert und geputzt, auch der letzte Winkel des Gartens durchforstet und neubepflanzt ist? Die Angst kehrt zurück…..und da die Zeit unaufhörlich vergangen ist, die Infektionsraten unerbittlich steigen, rückt der alte Mensch dem Tode nochmals etwas näher!!! Panik bricht aus, der Sensenmann in Form eines Virus bedroht meine nach all dem Aktionismus noch heilere, akribisch durchgeplante und noch sauberere Welt immer noch! Ich kann nicht weglaufen, wohin auch? Alles ist verboten, nicht mal mehr atmen darf ich ohne FFP2 Maske! Oh Jammer, Oh Graus! Freundschaften sind vernachlässigt auf der Strecke geblieben, die Ehe zerrüttet, mit wem rede ich denn nun außer mit mir selbst?

Angst führt zu sinnlosem, inkonsequenten und egoistischen Verhalten. Wieviele Menschen werden gequält durch Diktaturen, Kriege, Hunger, ihre Arbeitsbedingungen, Armut, Terror usw? Wieviele Menschen sind unter katastrophalen Bedingungen in Lagern, auf der Flucht und unvorstellbarer Gewalt ausgesetzt? Und natürlich zusätzlich noch dem Corona-Virus. Diese Menschen leben jahrelang in Angst und Schrecken. Aber die rüstigen alten, gutbetuchten Menschen heulen und meutern, jammern und wehklagen, vergessen all ihre Prinzipien und Postulate, sobald sie sich von etwas bedroht fühlen, das man weder sehen, riechen oder greifen kann. Ist Egomanie ein Zeichen des Verfalls, der Lebensuntauglichkeit? Ist Panikmache die gründlichste und sanfteste Art und Weise, sich Menschen gefügig zu machen, lenkbar, manipulierbar? Von unermeßlicher Macht, weil Angst vor etwas, das sich unserer Wahrnehmung entzieht jeden Menschen erreicht und dieser sich freiwillig selbst unterwirft. Wie genial ist diese Waffe, um über Märkte und Gesellschaften zu herrschen ohne Polizei-, Militär- und Bespitzelungsapparat. Lautlos und immens effektiv. Ist also ein totaler Weltkrieg ausgebrochen zum Wohle einiger weniger Wirtschaftsmagnaten? Eine neue Form von Diktatur, die Menschen zwingt, jedes noch so banale Bedürfnis in komplett gesteuerter Weise zu befrieden? Die totale Ausbeutung? Denkbar wäre es.

Wir sollten Gelassenheit lernen, den Medien gegenüber kritisch sein und uns daran erinnern, daß Serviceverhalten zu Unselbständigkeit führt. Denn wir können vieles, was uns lästig ist, anderen überlassen, nur sterben müssen wir allein.

Die Beherrschung verlieren

Unser Denken ist vom Glauben an die technische Beherrschbarkeit vieler unserer Probleme geprägt. Denkmuster und damit starre Verkrustungen haben sich gebildet. Es wird z.b. in Dualismen gedacht: an und aus……0 und 1 (das Grundprinzip des Computers) Es gibt das Problem und wir entwickeln die Lösung. Aber wird diese Denkweise der Komplexität unseres Lebensraumes, der Beziehung zu Menschen untereinander und zu uns selbst gerecht?

Sollten wir unsere Denkmodelle nicht erweitern, und vom Grund, also von der Wurzel her neu zu begreifen versuchen?

Ein Beispiel: Verbrennungsmotoren in den Autos sind umweltschädlich. Die Lösung : Elektroautos oder wasserstoffbetriebene Autos zu bauen

Sollten wir uns nicht eher fragen, wie wir uns in Zukunft fortbewegen wollen?

Bzgl unserer Ernährung sollten die Fragen stehen, welche Nahrungsmittel fördern das Gedeihen unseres Geistes, unserer Seele und unseres Körpers und wie erzeugen wir sie im Einklang mit der Natur, die ja uns Menschen hervorgebracht hat.

Gibt es Fortschritt und Wertschöpfung nur indem wir natürliche Prozesse zu beherrschen versuchen? Haben wir Chaos, Orientierungslosigkeit, Panik und Untergang wenn wir loslassen?

„Macht euch die Erde untertan“ lese ich in der Bibel. Der Freibrief zu Ausbeutung, Unterwerfung und Herrschaft über die Natur, von der wir selbst ein Teil sind???

Wollen wir nicht endlich die Beherrschung verlieren?

Nun, das sind Gedankensplitter von mir. Unausgereifte, hingeworfene Überlegungen. Hab‘ wohl die Beherrschung verloren….