Weil ich mit mir selbst etwas anfangen wollte und nicht ausnahmslos auf Anregung und Zerstreuung, die eine funktionierende Außenwelt bietet, angewiesen bin, wurden die Lockdown-Verordnungen für mich ein Innehalten, eine widerspenstige Besinnungszeit und da kam mir manches in den Sinn. Und Lisa legte los!
Es war mir nicht immer wohl dabei…..habe ich, Lisa, denn wirklich etwas mitzuteilen? Rede ich Unsinn? Wen interessieren meine Geschichten und Betrachtungen? Bin ich zu intim und stelle ich mein innerstes Gedankengut zur Schau? Komme ich altbacken daher??? und so ging’s lustig weiter in meiner Selbstkritik. Habe ich davon zuwenig, zuviel, gibt es da ein Maß??.. ?
Die Fragezeichen reihen sich zur Polonaise. Warum schrieb ich nicht regelmäßig weiter? Zunächst gab es zuviele Fragen an mich selbst und dann lockerten sich die Zwangsmaßnahmen. Aus war es mit der Ruhe und Konzentration. Und mit der mir selbst gestatteten Erlaubnis, untätig unproduktiv durch den Tag zu gleiten, mit allerlei Ideen und Gedanken im Gepäck, das ausgepackt werden wollte. Auspacken….: vom Beten und Arbeiten habe ich ja schon erzählt, Lesen und Schreiben ist Zeit-Vertreiben.
Bin ich jetzt leichter? Habe ich wieder Platz im Gripskasten? Ein Koffer mit unendlich viel Stauraum ist ja das Hirn und doch lebenswichtig, zu vergessen oder eben Aufgestautes mittels Niederschrift abzuführen.
Nein. Ich habe umgeräumt, neu sortiert, neue Plätze für all diese Gedanken gefunden, wo sie nun schlummern und ein Teil meines Selbst bleiben. Schöööön!
Gilt das übrigens auch für unsere Emotionen, für die Seele? Ich meine: jaaaaa!
Viele Monate ist das nun her und gerne möchte ich mir nochmals die Muße gestatten, diesen Blog weiterzuführen und meine Bedenken beiseite schieben.
